Steuerung
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Organisation  (II)

Umfassende Steuerung

Die optimale Steuerung einer Zwischennutzung ist dann gegeben, wenn sich Eigentümer, Akteure und Kommune zu einem kooperativen Vorgehen entschliessen können. Damit ist auch eine maximale Wirkung zu erzielen.

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Die drei Hauptbeteiligten einer Zwischennutzung - Eigentümer, Kommune und Mieterschaft - vereinbaren eine Kooperation, welche die Steuerung der Zwischennutzung vom Beginn bis zur Transformation in die Endnutzung begleitet. Eine solche Vereinbarung sollte einen Konsens über die wichtigsten Ziele aller Beteiligten enthalten und in einer Absichtserklärung münden, dass alle konsensfähigen Ziele angestrebt werden sollen.

Siehe dazu exemplarisch Kap. 7 in «Akupunktur für Basel»

Akupunktur für Basel (PDF)

Sonderfall: Öffentliche Hand als Eigentümerin

Ist die öffentliche Hand Eigentümerin einer Brache (z.B. Schlachthof, Verwaltungs- oder Schulgebäude, Gefängnis u.ä.), muss sie zwei Rollen übernehmen: jene der entwickelnden und jene der bewilligenden Instanz. Diese Konstellation bedeutet grundsätzlich eine klar effizientere Steuerungsmöglichkeit. Sind Planungs- und Bewilligungsinstanzen unter einem Dach, ist eine frühzeitige und enge Kooperation möglich; allfällige Kompetenzstreitigkeiten sind frühzeitig zu klären.

Andererseits kann die Kommune ihre allgemeinen und lokalen Entwicklungsziele mit der Verfügbarkeit über eigene Räume und Flächen wesentlich besser angehen. Zudem besteht über partizipative Prozesse die Möglichkeit zur demokratischen Teilhabe an der Stadtproduktion und damit eine starke Verankerung und Akzeptanz der kommunalen Entwicklung.