Selve Thun


Brachliegende Möglichkeiten

Seit 2008 pilgert das Ausgehvolk bereits wieder in die nahe Grossstadt. Doch das ehemals zwischengenutzte Selve-Areal hat die Stadt Thun dennoch nachhaltig beeinflusst und neue Qualitäten erzeugt. Ein Indiz dafür sind die Aufwertungsmassnahmen in der Altstadt, welche u.a. realisiert wurden, um die Abwanderung von Gästen ins Selve-Areal zu kontern. Dass die neue Überbauung nicht mit einem zeitgeistigen Branding, sondern unter dem Label «Selve» vermarktet wird, ist nicht eine Referenz an die industrielle Vergangenheit, sondern bedient sich der Tatsache, dass dieser Begriff durch die jüngste Vergangenheit mehrheitlich positiv besetzt ist. Mit dem Blick von heute wäre aber mehr möglich gewesen, insbesondere die Verschränkung von alt mit neu, von lebendig mit gemächlich, von Industrie mit Urbanität. Doch Mitte der 90er-Jahre war in Thun noch kaum Wissen um Wesen und Wirkungen von Zwischennutzungen vorhanden.

 



 

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