Spinnerei Murg


Lofts als Zauberformel

Mehrheitlich auch aus touristischem Motiv ist ab 2006 der Umbau von Bereichen der alten Spinnerei zu einer beachtenswerten Loftanlage in 2 Etappen erfolgt (Bezug 2007/08). Sie umfasst 34 Lofts mit 61-368 m2, sowie 16 Ateliers und Gewerberäume von 9-250 m2; die meisten Einheiten wurden verkauft, andere vermietet. Der Markt hat die trendigen Flächen gut aufgenommen, so waren im Frühling 2009 nur noch 10 Einheiten frei. Das Lofthotel bietet 12 grosse familiengeeignete Zimmer, eine 330 m2- Suite sowie Seminarräume. Der Clou sind die beiden Biker-Lofts, wo man als Hotelgast die Möglichkeit hat, mit dem Motorrad ins Zimmer zu fahren.

Positiver Cashflow und mehr

Mit dieser Umnutzung der ehemaligen Industrieräume ist die Entwicklung des Areals grösstenteils abgeschlossen, bloss für die grosse Lagerhalle fehlt noch eine tragfähige Lösung. Wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat (s.u.), generierte die Zwischennutzung nebst den Mieterträgen auch mehrere Zusatznutzen: erstens in Form von Goodwill in der Gemeinde und ihrer Bevölkerung nach dem Schock der Betriebsaufgabe, zweitens als Marketinginstrument und drittens als Start-up-Unterstützung für Betriebsgründungen. Was die Mieterträge der Zwischennutzungen betrifft, so zeichnet ein bemerkenswerter Effekt ab: während der kapitalisierte Cashflow der Neunutzungen stark schwankte und bis 2005 eher tiefe bis negative Werte aufwies, war jener aus der Zwischennutzung durchwegs positiv und konstant. Dadurch ermöglichte die Zwischennutzung im Sinne einer Quersubventionierung die Investitionen in die Neubauvorhaben, ohne dass eine risikoreiche Kapitalaufnahme nötig war.

 

 


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