Maloya Ormalingen


Rasche Nutzung der Konkursmasse

  Als die Autoreifenherstellerin Maloya AG 1992 nach ihrem Konkurs die Produktion in Ormalingen einstellen musste, übernahm die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) als Hauptgläubigerin das Areal, mit dem Ziel es für einen Weiterverkauf instand zu stellen. Um einem unrentablen Leerstand entgegenzuwirken, wurde zunächst versucht, die Räumlichkeiten temporär an Gewerbetriebe zu vermieten. So wurden einzelne Gebäude rasch vollständig ausgelastet, andere haben bis heute einen Leerstand (2009: ca. 3'000 m2).

Unspektakulärer Prozess

  Für die lokale Bevölkerung hatten die Veränderungen auf dem Areal keine besonderen Auswirkungen, da sich keine publikumsorientierten Nutzungen ansiedelten. Aus ökonomischen Gründen wirkte die Kommune dennoch an der Zwischen- und Umnutzung des Areals unterstützend mit, sei dies als Bewilligungsinstanz für Umzonungen oder als Miteigentümerin der Erschliessungsinfrastruktur.

Späte Erkenntnisse über Altlasten

  Erst nach einer gewissen Zeit stellten sich die Altlasten für die neue Eigentümerin BLKB als Herausforderung dar, da sie ein beträchtliches - und bisher unbekanntes - Hindernis für die rasche Umnutzung und den Verkauf der Arealteile bedeutete. Zwar haben die Schadstoffe in den Innenräume die Vermietbarkeit nicht verhindert, doch ergaben Probebohrungen 1998 an mehreren Stellen eine Bodenverschmutzung mit Erdölprodukten. Unbelastete Parzellen konnten zwar schon bald verkauft werden, belastete Standorte aber müssen erst saniert werden, also erst 17 Jahre nach Ende der Ursprungsnutzung. Die Sanierung soll 2010 in Angriff genommen werden und wird auf eine Dauer von 2-3 Jahren geschätzt. Die Kosten von ca. 1 Mio CHF werden zu 50% von Kanton und Bund mitfinanziert.